Das dritte Auge, auch gerne als sechster Sinn bezeichnet, ist die Tür zu wahrer Weisheit, Erkenntnis und unschlagbarer Intuition. Im spirituellen Yoga kannst du durch die Verbindung mit deinem Stirn-Chakra dein drittes Auge öffnen und eine ganz neue, innere Balance erfahren. Aber wie genau funktioniert das? Ist eine solche Bewusstseinserweiterung gefährlich? Und was hat die Zirbeldrüse damit zu tun?
Für dich auf einen Blick:
- Das dritte Auge befindet sich symbolisch zwischen deinen Augen auf der Stirn und beherrscht das Ajna-Chakra, eines der sieben Chakren nach der spirituellen Yoga-Lehre
- Nach dem Öffnen des dritten Auges berichten viele Menschen von einer ganz neuen Selbstwahrnehmung, intensiveren Träumen sowie gesteigerter Intuition und Sensibilität
- Mögliche Übungen: Meditation, Yoga mit Umkehrhaltungen, Journaling, Selbstaffirmation und Selfcare
- Die höhere Bewusstseinsebene zu erreichen ist ein subtiler, langfristiger Prozess, für den du dir Zeit nehmen solltest
- Entspannungstechniken wie Akupressur können dir dabei helfen, innerlich zur Ruhe zu kommen und sanft in die täglichen Übungen zu starten
Inhalt
1. Das dritte Auge öffnen – was bedeutet das?
2. Drittes Auge öffnen: Symptome und Erfahrungen
3. Gibt es beim Öffnen des dritten Auges Nachteile?
4.Drittes Auge öffnen: 5 einfache Übungen
5. Shakti Mat Geheimtipp: Ganz im Augenblick dank Akupressur
6. Fazit: So öffnest du sanft dein drittes Auge
Das dritte Auge öffnen – was bedeutet das?
Wenn du nicht nur sportliches Power-Yoga machst, sondern dich auch für die spirituelle Seite interessierst, wirst du bestimmt schon einmal über den Begriff „drittes Auge“ gestolpert sein. Auch inneres Auge oder sechster Sinn genannt, wird es meist mit Weisheit, reiner Erkenntnis oder Intuition assoziiert - und: Man soll das dritte Auge öffnen können. Aber was steckt genau hinter diesem Konzept?
Die sieben Chakren
Beim Yoga gibt es insgesamt sieben sogenannte Chakren. Das sind spezielle Punkte, die sich entlang der Wirbelsäule bis zum Scheitelpunkt des Kopfes verteilen und den Energiefluss durch deinen Körper steuern. Wurzel-Chakra, Sakral-Chakra, Nabel-Chakra, Herz-Chakra und Kehlkopf-Chakra sind eng mit deinen Emotionen verknüpft, während dich das Stirn-Chakra mit deiner tieferen Intuition und das Kronen-Chakra mit dem Geist verbindet.
Unsere Lebensenergie fließt durch Energiebahnen im Körper – im Yoga werden diese „Nadis“ genannt. Sind alle sieben Chakren frei, sodass dich deine körpereigene Energie ungehindert durchdringen kann, macht sich das durch ein lebendiges Gefühl von Klarheit und weltlicher Verbundenheit bemerkbar. Sind dagegen einzelne Chakren blockiert, kann das entsprechend dein emotionales, geistiges oder physisches Wohlbefinden beeinträchtigen.
Das dritte Auge im Ajna-Chakra
Das Stirn-Chakra, in der Yoga-Lehre „Ajna Chakra“ genannt, ist dein Fenster zu Weisheit, Klarheit und Erkenntnis. Kurz: Fließt deine Energie ungehindert durch dieses Chakra, kann sich deine Intuition quasi unbegrenzt entwickeln - dein inneres Auge, das „Trikuti“, ist weit geöffnet. Es befindet sich mittig zwischen den Augenbrauen auf deiner Stirn, reicht bis ins Gehirn und funktioniert wie eine Art zusätzlicher Sinn. Eine Blockade des Ajna-Chakra beschränkt dich auf körperliche Bedürfnisse und rein faktische Eindrücke. Das schadet vor allem deiner Selbstwahrnehmung und deiner Kreativität.
Dem inneren Auge bzw. sechsten Chakra wird die Farbe Indigo zugeordnet. Das Symbol für geistige Erleuchtung findet man bei vielen indischen Gottesbildern, beispielsweise wird der Gott Shiva oft mit einem zusätzlichen Auge auf der Stirn dargestellt. Der gerade ausgerichtete, ungetrübte Blick aus diesem Auge steht dabei für die höchste Bewusstseinserweiterung – einen Zustand der Erleuchtung, in dem es möglich ist, stets das Richtige zu erkennen und die inneren Dämonen zu besiegen.
Drittes Auge öffnen: Symptome und Erfahrungen
Über Chakren und spirituelle Konzepte zu lesen, ist eine Sache - aber wie fühlt es sich tatsächlich an, das dritte Auge zu öffnen? Spezielle Übungen beim Yoga, die das dritte Auge öffnen sollen, werden seit vielen Jahren praktiziert und viele Menschen berichten von positiven Erfahrungen während und nach einer solchen Meditation. Aber was passiert wirklich in deinem Körper, wenn es dir gelingt, dein drittes Auge zu öffnen?
Die positive Wirkung des Energieflusses
Über das Öffnen des dritten Auges gibt es viele verschiedene Erfahrungsberichte. Allgemein schildern die meisten Menschen eine bewusstere Wahrnehmung ihrer Umgebung und ein Gefühl tiefer Verbundenheit mit Körper und Geist. Das führt zu bedeutsamen Einsichten, mehr Sensibilität, besserer Konzentrationsfähigkeit und Selbstvertrauen. Auch die innere Balance, eine gute Einschätzungsgabe für Mitmenschen und die schnelle, richtige Entscheidungsfähigkeit aus dem Bauch heraus gelten nach dem Öffnen des dritten Auges als typische Symptome. Manche Menschen erleben zudem ihre Träume viel klarer und können sich nach dem Aufwachen länger an die Trauminhalte erinnern.
Wissenschaftliche Sicht
Das dritte Auge zu öffnen, ist nicht nur ein spirituelles Konzept. Aus wissenschaftlicher Sicht lässt sich die Bewusstseinserweiterung während der tiefen Meditation durch die Aktivierung der Zirbeldrüse erklären. Diese befindet sich im Zwischenhirn und ist für die Produktion von Melatonin verantwortlich - dem Hormon, das uns müde macht. Die Zirbeldrüse beeinflusst somit maßgeblich unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und leitet den Ruhezustand ein, in dem unser Gehirn Erlebnisse verarbeiten kann.
Gibt es beim Öffnen des dritten Auges Nachteile?
Sofern du dich zum ersten Mal an die spirituelle Seite beim Yoga herantasten möchtest, fragst du dich vielleicht, ob das Öffnen des dritten Auges nicht gewisse Risiken birgt. Schließlich geht es hier um das Erreichen einer ganz anderen Körper- und Weltwahrnehmung. Aber keine Angst: Führst du deine Meditation bzw. deine Yoga-Übungen durch, die den Energiefluss durch dein Stirn-Chakra fördern, wirst du keine plötzlichen Effekte bemerken, die deine körperliche oder geistige Gesundheit beeinträchtigen.
In manchen Fällen wird von einer gesteigerten Lichtempfindlichkeit berichtet, die mit der erhöhten Sensibilität einhergehen kann. Manche Menschen erzählen auch von einem leicht pulsierenden Schmerz zwischen den Augen oder sehr intensiven Träumen infolge einer längeren Meditation zum Öffnen des dritten Auges. Einen nachweislich gefährlichen Einfluss auf den menschlichen Körper oder die Psyche gibt es jedoch nicht.
Das innere Auge öffnet sich in der Regel in einem subtilen, langfristigen Prozess. Sanft durchgeführte Meditationen ohne Zuhilfenahme von bewusstseinserweiternden Substanzen verbessern deine Selbstwahrnehmung und geistige Klarheit jedes Mal ein bisschen mehr. Dabei kannst du dich zum Beispiel durch langsame Atemübungen bewusst erden und so nach Belieben wieder fest im Hier und Jetzt verankern.
Drittes Auge öffnen: 5 einfache Übungen
Mit deinem Vorwissen kannst du dich nun endlich der eigentlichen Frage zuwenden: Wie öffne ich mein drittes Auge? Die folgenden fünf Übungen kannst du bequem in deinen Alltag einbauen - nicht nur auf der Yogamatte. So startest du behutsam in den Prozess und näherst dich Schritt für Schritt dem anhaltend sicheren Zugriff auf tiefe Erkenntnis und eine verlässliche Intuition.
1. Meditation für das innere Auge
Tiefe, bewusste Meditationen können dir helfen, dich auf dein Stirn-Chakra zu fokussieren und so dein inneres Auge zu öffnen. Setze dich dazu aufrecht in einer bequemen Position hin und erlaube deinem Körper, vollkommen zur Ruhe zu kommen. Versuche dabei, sämtliche Gedanken ziehen zu lassen. Fühlst du dich körperlich und geistig entspannt, beginnst du damit, dir einen Lichtpunkt zwischen deinen Augen vorzustellen. Konzentriere dich auf dieses Licht und spüre der Energie dahinter nach.
Manchen Menschen fällt es leichter, zu Beginn eine Kerze in einigem Abstand vor sich hinzustellen. Die Kerzenflamme sollte sich dabei knapp unterhalb deiner Augenhöhe befinden. Diese Technik wird auch „Trataka“ genannt. Beobachte die Flamme ein paar Minuten lang, bis sich der Lichtfleck auch mit geschlossenen Augen in deinem Blickfeld abzeichnet. Dann wendest du den Blick nach oben, Richtung Stirn. Damit die Gesichtsmuskeln entspannt bleiben, kannst du die Brauen heben und den Mund leicht öffnen. Halte nun in dieser Position die Augen geschlossen und konzentriere dich auf den Lichtfleck sowie die Verbindung zum Stirn-Chakra.
Ob du dir das innere Auge direkt zwischen den Augenbrauen vorstellst oder ein Stück weiter oben in der Mitte der Stirn, hängt von deinem Gefühl ab. Viele Menschen visualisieren automatisch einen ganz bestimmten Punkt und spüren manchmal sogar ein dezentes Pulsieren an der richtigen Stelle. Bleibe eine Weile in dieser Haltung oder wiederhole die Übung ganz nach Gefühl
2. Mit Yoga dein Ajna-Chakra ansprechen
Passende Yoga-Übungen für das Öffnen des dritten Auges umfassen insbesondere Umkehrpositionen – also Haltungen, bei denen dein Kopf sich unterhalb deines Herzens befindet. Meist berührt deine Stirn dabei den Boden. Das regt nicht nur den Blutfluss durch den Kopf an, sondern hilft dir auch dabei, während der Übung geerdet zu bleiben.
Ein beliebtes Beispiel ist die Haltung des Kindes („Balasana“): Nimm eine kniende Position ein und lasse den Po auf die Fersen sinken. Atme so erst ein paarmal tief ein und aus und lasse dich schließlich mit vor dir ausgestreckten Armen nach vorne sinken, bis dein Bauch auf den Oberschenkeln liegt und deine Stirn den Boden berührt. Bei Bedarf kannst du auch ein Kissen zu Hilfe nehmen, um den Untergrund leicht zu erhöhen. Achte jedoch darauf, dass deine Stirn trotzdem unterhalb der Herzebene zum Liegen kommt. Konzentriere dich nun auf dein Stirn-Chakra – den Punkt, wo deine Stirn den Boden berührt.
Bei dieser Übung spürst du die Verbindung zum Boden genau an der Stelle, wo sich das innere Auge befindet. Deine Lider sollten währenddessen geschlossen bleiben. Achte auf den Druck zwischen den Augen und fühle dem Energiefluss in deinem Kopf nach. Vergiss dabei nicht, weiterhin ruhige und tiefe Atemzüge zu nehmen. Zum Schluss kommst du in umgekehrter Weise langsam wieder hoch.
3. Zur Ruhe kommen mit Stift und Papier
Ein sehr guter Tipp abseits von Meditation oder Yoga ist das Journaling oder Tagebuchführen. Manchmal hilft bereits ein leeres Blatt Papier, auf dem du Gedanken, Gefühle, Ideen oder Ziele festhalten kannst, die dir im Kopf herumspuken. Auf diese Weise beruhigst du nicht nur deinen Geist, sondern lässt auch deine innere Stimme zu Wort kommen.
Ob du strukturiert deine Erlebnisse und Eindrücke schilderst oder die Worte einfach planlos niederschreibst: Sei ehrlich zu dir selbst. Lasse jeden Gedanken durch dich hindurch und dann aufs Papier fließen. Reflektiere über das, was du gerade fühlst oder in einem bestimmten Moment empfunden hast. Lerne, auf dein Innerstes zu horchen und stille Wünsche oder Ängste greifbar zu machen. Das verschafft dir Orientierung, löst innere Blockaden und sensibilisiert dich im Hinblick auf eine tiefere Selbstwahrnehmung - der erste Schritt, um dein inneres Auge zu öffnen.
4. Vertrauen schaffen aus dem Bauch heraus
Wir alle haben Vorbilder, die uns Halt und Kraft geben. Eine ganz simple Alltagsübung besteht darin, sich Zeit zu nehmen für Menschen, die uns inspirieren und unser Vertrauen in uns selbst stärken. Das sorgt nicht nur für ein gesundes Selbstwertgefühl, sondern kann auch dabei helfen, unser Innerstes und die Verbindung zu unserer Umwelt besser kennenzulernen. Das funktioniert übrigens auch mit bloßer Vorstellungskraft: Stelle dir im Geist vor, einen wichtigen Menschen bei dir zu haben, den du nicht persönlich sehen kannst. Was würde er dir raten? Wie würde er dir in diesem Moment Mut machen?
Genauso wichtig wie das Vertrauen auf Mitmenschen ist allerdings auch unser Vertrauen in uns selbst. Achte im Alltag ganz bewusst auf dein Bauchgefühl. Merke dir, in welchen Situationen du dich auf deine Intuition verlassen konntest. Halte dich an das, was dir gut tut und dich inspiriert. Und auch wenn es banal klingt: Stell dich ruhig ab und zu vor den Spiegel und sage dir ganz aufrichtig, was du an dir magst und worauf du stolz bist. Ehrlichkeit und Selbstaffirmation ebnen dir hervorragend den Weg für ein intrinsisches Selbstvertrauen und die geistige Ruhe, die dein drittes Auge öffnen kann.
5. Gesunde Ernährung, Heilsteine und Öle
Körper und Geist in Einklang zu bringen, hat nicht nur mit mentaler Vorbereitung zu tun. Die innere Ruhe, die dir hilft, dein drittes Auge zu öffnen, kannst du auch durch einfache Hilfsmittel fördern, die zu deinem allgemeinen Wohlgefühl beitragen. Dazu gehört vor allem eine gesunde Ernährung, die reich an Jod und Antioxidantien ist. Zudem können bestimmte Düfte in deinem Wohnraum, wie beispielsweise Sandelholzöl, unbewusste Anspannungen lösen.
Stelle dir eine Auswahl aus gesunden Snacks und deinen Lieblingsdüften zusammen und probiere nach Belieben aus, was für deinen Körper wohltuend und entspannend wirkt. Manche Menschen schwören darüber hinaus auf die positiven Effekte von Heilsteinen wie Amethyst oder Lapislazuli, die du unkompliziert bei dir tragen kannst. Diese Übung besteht in erster Linie darin, die für dich wirkungsvollsten Hilfsmittel für deinen Alltag zusammenzustellen.
Shakti Mat Geheimtipp: Ganz im Augenblick dank Akupressur
Der Schlüssel zum Öffnen deines dritten Auges liegt also zunächst in der Fähigkeit, innerlich zur Ruhe und mit dir ins Reine zu kommen, auf die eigenen Gefühle zu lauschen und dem Energiefluss in deinem Geist nachzuspüren. Sobald du die lauten Gedanken abgeschaltet und einen Sinn für das feinstoffliche Bewusstsein erlangt hast, bist du auf dem richtigen Weg, um dein Ajna-Chakra zu nutzen. Aber was, wenn die Welt um dich herum gerade so hektisch ist, dass gerade dieser erste Schritt manchmal unglaublich schwer erscheint?
Akupressur zählt zu den einfachsten Hilfsmitteln, um dir zu anhaltender, tiefer Ruhe zu verhelfen. Die jahrtausendealte chinesische Technik kannst du ausgezeichnet mit Meditation oder Yoga-Übungen kombinieren. Durch den behutsamen Druck der Kunststoffspikes auf der Shakti Mat Akupressurmatte wird dein Vagusnerv stimuliert, der unter anderem die Muskelentspannung steuert. Schon wenige Minuten Akupressur können dir effektiv zu dem inneren Gleichgewicht verhelfen, das du benötigst, um mit deinen Chakren in Verbindung zu treten. Auf diese Weise kannst du deinen körpereigenen Energiefluss aktivieren und eine achtsame, tiefe Selbstverbindung fördern.
Fazit: So öffnest du sanft dein drittes Auge
Das innere Auge bezeichnet den Zugang zu deinem Geist über das Stirn-Chakra – im spirituellen Yoga einer von sieben wichtigen Punkten entlang der Energiebahnen in unserem Körper. Durch das Öffnen des dritten Auges gelangst du zu einer höheren Bewusstseinsebene, die mit Intuition, geistiger Klarheit und Erkenntnis gleichgesetzt wird. In diesen Zustand gelangst du beispielsweise durch tiefe Meditation oder regelmäßig angewandte Selbstachtsamkeitsübungen.
Der Erfolg kommt nicht über Nacht - die innere Balance zu perfektionieren und den Zugang zu dieser ganz neuen Wahrnehmung zu finden, ist ein sanfter Prozess und braucht seine Zeit. Da das innere Gleichgewicht eine entscheidende Voraussetzung für die Verbindung mit den Chakren und das Öffnen des inneren Auges ist, können Entspannungstechniken diese mentale Entwicklung erleichtern. Meditation, Yoga und Akupressur lassen sich wunderbar verbinden, um Körper und Geist zur Ruhe zu bringen. So schaffst du ideale Voraussetzungen für deine spirituelle Selbsterfahrung und ein langanhaltendes Wohlbefinden.














